Tauschpaket aus Rödermark
Rödermark
DEU

Man hat sich noch nie persönlich getroffen, tauscht aber fleißig Bier aus.

Die Pandemie zeigt uns die dunklen Seiten des Internets: In Foren, Kanälen und „sozialen“ Medien gärt der Hass, werden Menschen diffamiert und merkwürdige Umsturzpläne geschmiedet. Und dabei könnte doch alles so schön sein.

Schön?

Na klar doch: Man kann über das Internet Menschen kennenlernen und aus dieser Bekanntschaft kann völlig problemlos eine Biertauschbeziehung erwachsen. Man hat sich noch nie persönlich getroffen, aber man schickt sich fleißig Bierpakete hin und her. Pakete mit Spezialitäten, die der jeweils andere in seiner Region ganz gewiss nicht bekommt, die er aber mit viel Genuss trinkt.

elf spannende Biere, ein Päckchen mit tschechischen Oblaten und eine Weihnachtsgrußkarte

So klingelt am 13. Dezember 2021 der Hermes Paketbote und drückt mir ein schweres Paket in die Hand. Elf spannende Biere, ein Päckchen mit tschechischen Oblaten und eine Weihnachtsgrußkarte. Letztere, da beide, der Absender und ich, ein besonderes Verhältnis zu Tschechien haben, auf Tschechisch geschrieben. Eine wunderbare Adventsüberraschung, insbesondere, weil die meisten Biere in diesem Paket aus Brauereien stammen, die ich nicht nur nicht kenne, sondern von denen ich zum großen Teil noch nicht einmal gehört habe!

(Und dass ich bei Entgegennahme des Hermes-Pakets im Treppenhaus auch noch ein DPD-Paket eines anderen Absenders finde, auch das mit Bier gefüllt, das ist dann eine andere Geschichte und einen separaten Blog-Beitrag wert …)

Hier nun zu den elf Bieren die Fotodokumentation im Detail und die ergänzenden …

Verkostungsnotizen

Balzbræu – pale ale (5,4%)

Hinter Balzbræu steckt Dominik Bertram – eigentlich ein Hausbrauer, der auf Drängen seiner Freunde und Bekannten, alles Bierliebhaber, begonnen hat, auch mal ein paar Sude kommerziell zu brauen, wenn auch nicht auf einer eigenen Anlage, sondern als Wanderbrauer in Hannover. Ob aus diesem Hobby auch mal ein eigenes Sudwerk im niedersächsischen Sandkrug resultieren wird? Wer weiß …

Die Farbe gefällt mir gut: Ein tiefes, dunkles Gelb, fast schon Orange. Dazu eine leichte Trübung. Der Schaum, der sich beim Einschenken bildet, hält sich ein bisschen zurück; die am Schluss dann doch noch entstehende kleine Schaumkrone ist dafür dann aber kremig und hält sich recht lang. In die harzigen Noten des Bouquets mischen sich ein paar dumpfe Töne, aber nur sehr schwach im Hintergrund. Beim Trinken fällt zuallererst die kräftige Herbe auf, die sich auch rasch im ganzen Mundraum breitmacht. Sie wird begleitet von einer spürbaren Malzsüße, die angesichts des etwas rauen Charakters der Herbe durchaus etwas kräftiger hätte ausfallen dürfen, um sie auszubalancieren. Retronasal ist das Bier recht zurückhaltend; nur ein paar harzige Hopfennoten machen sich bemerkbar. Nach dem Schluck bleibt die Herbe noch lang erhalten, macht den Rachen ein bisschen rau und erzeugt so Lust auf einen weiteren Schluck, um die Schleimhäute wieder neu zu benetzen. Kräftig, solide, robust – ein eher rustikales Pale Ale.

Löwen Bräu – Dieburger Edel-Bock (7,0%)

Von 1899 bis 1963 war schon einmal in Dieburg ein Löwen Bräu gebraut worden, dann wurde die kleine, regionale Brauerei aber unter dem Druck der rasch wachsenden Großbrauereien geschlossen. 54 Jahre lang gab es kein Dieburger Bier mehr. Seit 2017 ist das aber wieder anders: Beginnend mit dem Martinsmarkt wird nun wieder Löwen Bräu in der Stadt produziert und ausgeschenkt – noch dazu von Enkel und Urenkel des einstigen Brauereibesitzers. Mit dem Edel-Bock lerne ich heute diese kleine Brauerei kennen.

Optisch kann dieses Bockbier schon mal überzeugen: Leuchtend kupferfarben, blank filtriert und mit einer feinporigen, beigefarbenen, allerdings nur recht dünnen Schaumdecke schaut es einfach nur appetitlich aus. Der Duft ist kräftig malzig – typische Aromen, wie ich sie auch im Wiener Lager oder in kräftigen Bockbieren anderer Brauereien schätze. Schon beim Antrunk spüre ich die Kraft dieses Biers. Ein bisschen sämig fließt es über den Glasrand; ein intensiver Malzkörper macht sich im Mund breit; kräftige Malzaromen steigen rückwärts aus dem Mundraum in die Nase. Viel Süße spüre ich, und eine ganz dezent rauchig wirkende Note glaube ich, im Hintergrund identifizieren zu können. Dick und süß rinnt das Bier dann auch über die Zunge in den Rachen hinunter. Schluck für Schluck sättigt es – kräftig und nahrhaft. Hopfenbittere ist kaum zu spüren, alles wird von der feisten Malzsüße eingebunden. Die ist dann auch ein bisschen hartnäckig – recht lange bleibt ein etwas „bappiger“ Eindruck, so dass ich gegen Ende der Verkostung sogar ein bisschen Verlangen nach einfachem, stillem Wasser bekomme, um Zunge und Gaumen wieder frei zu spülen. Dieser Schluck Wasser dämpft dann auch die leichte und angenehme alkoholische Wärme, die dieses Bier hinterlässt.

Laneburger Biermanufaktur – No. 2 – Helles unfiltriert (5,0%)

Eine Brauerei, von der ich noch nie gehört habe. Auch vom Ort, in dem sie liegt (Löhnberg), noch nicht … Aber im Internet findet man ein paar Informationen: Der Bierbrauer ist eigentlich Inhaber einer Schwimmschule, hat aber unter dem Einfluss der Pandemie aus seinem Hobby einen Beruf gemacht und eine Brauerei eröffnet, die Laneburger Biermanufaktur. Unter der Marke Laneberger braut er klassische Bierstile, unter der Marke UNFUG eher kreative Biere.

Das Bier sieht gut aus: Eine schöne goldgelbe Farbe, eine nur ganz dezente Trübung (nach vorsichtigem Einschenken), eine schöne, kremige und weiße Schaumkrone, die auch lange hält. Der Duft ist nur dezent. Ein bisschen Getreide, ein bisschen Malz, eine schwache metallische Note. Der Antrunk ist frisch, die Spundung hält sich zurück. Auf der Zunge ist das Bier recht schlank und weist eine schöne Hopfenherbe auf, die eher einem Pils entsprechen würde. Die retronasalen Aromen gehen wie der orthonasale Duft ein bisschen in Richtung Getreide und Malz, ein paar würzige Kräuter kommen noch hinzu, aber nur sehr zurückhaltend. Nach dem Schluck macht sich eine durchaus kräftige Hopfenherbe im Rachen breit und macht Lust auf den nächsten Schluck. Ein hoch durchtrinkbares Bier mit nicht ganz stilechter, weil zu kräftiger Hopfung. Einer Hopfung, die mir aber ausnehmend gut gefällt.

Mikrobrauerei Wapeldorf – Wapeldörfer Schoolbier Dunkel (5,0%)

Und noch eine Brauerei, von der ich noch nie gehört habe. Wer weiß schon, wo Wapeldorf mit seinen laut Wikipedia 199 Einwohnern liegt? Immerhin zeichnet die Mikrobrauerei Wapeldorf sich durch kreative Lösungen aus: Auf dem Vorderetikett steht „mindestens haltbar bis: siehe Rückenetikett.“ Ich drehe die Flasche um und … nichts! Kein Rückenetikett. Oh!

Nach dem Öffnen der Flasche kommt mir das Bier ganz langsam entgegengekrochen. Kein Überschäumen – die Zeit reicht noch, ein Glas zu nehmen und mit dem Einschenken zu beginnen. Das Bier ist im Glas dunkelbraun, kräftig trüb, und es entwickelt recht viel beigefarbenen Schaum, der aber – man hört es deutlich wie bei einer frisch eingeschenkten Kola – unter viel Gebizzel in sich zusammenfällt, allerdings – Überraschung! – eine dann sehr lange haltbare, dünne Schaumschicht stehen lässt. Der Geruch ist malzig mit einer ganz feinen „Dachbodennote“ – Nonenal. Der Antrunk ist bizzelig. Auf der Zunge zeigt sich dann ein deutlich malziger Charakter, der aber recht dünn, fast wässrig bleibt. Beim Schlucken wird dann eine leichte, etwas adstringierende und von der Aromatik her an Karton erinnernde Bittere deutlich – wie bei einem Hausbräu, bei dem eine minderwertige Trockenhefe verwendet worden ist. Ein wenig unausgewogen, das Ganze.

Brasserie Cousin – n° 9 – Oatmeal Baltic Porter (7,8%)

Die Brasserie Cousin liegt zwei Dutzend Kilometer nordwestlich von Le Mans, ziemlich im Nordwesten Frankreichs, und wurde im Juni 2014 gegründet.

Die Farbe ist dunkelbraun, mit einem leichten Rotstich, aber noch hell genug, dass man gut erkennen kann, dass das Bier ganz gleichmäßig trüb ist. Der beigefarbene Schaum, der sich durchaus üppig bildet, ist leider großblasig und überhaupt nicht kremig; er fällt später auch relativ rasch in sich zusammen. Der Geruch ist kräftig röstig, weist keine Kaffeenoten auf und überrascht im Hintergrund mit estrigen Gummibärchenaromen. Der Antrunk ist pfeffrig scharf, auf der Zunge spüre ich dann intensivste Röstaromen. Die sind zwar nicht harsch bitter und auch ohne brenzlige Komponenten, was darauf schließen lässt, dass hochwertige Rohstoffe verwendet worden sind, kommen aber viel zu dominierend rüber. Erst nach dem Schluck kommen retronasal ein paar Mokkaaromen zum Vorschein, gleichzeitig aber auch eine leichte Spritigkeit, die den Hals ein wenig wärmt.

Braumanufaktur Steckenpferd – läuft. – single hop pale ale (5,4%)

Erik Schäfer und Johannes Alt betreiben in Kassel in einer ehemaligen Metzgerei eine kleine Brauerei, die Braumanufaktur Steckenpferd. Aus Brauerei wurde Brauerei mit Bar, aus Brauerei mit Bar wurde Brauerei mit Bar und Restaurant. Wie schön, dass es solche Erfolgsgeschichten gibt!

Sachte verschwindet #derbergimglas im Nebel – das Bier ist trüber als ich dachte. Es leuchtet herrlich orange vor dem sonnenbeschienenen Schnee und ist schön gleichmäßig trüb. Der Schaum darüber steht wie eine Eins. Der Duft ist sowohl fruchtig und blumig als auch harzig; die Tendenz geht aber zu letzterem. Im Mund bleiben dann eigentlich nur noch die harzigen, kräuterigen Aromen, das Fruchtig-Blumige verschwindet wieder. Wunderbar kräftig, auf einer deutlich bitteren Basis entfalten sich die harzigen, an einen Kiefernwald in der Sommersonne erinnernden Aromen retronasal. Die Bittere nach dem Schluck ist sehr präsent, aber schön weich. Nichts Kratzbürstiges, sondern wie ein sanftes Streicheln des Gaumens. Mit zunehmender Erwärmung des Glasinhalts werden die harzigen Aromen immer komplexer, intensiver und weicher. Fein! Sehr fein, sogar!

Brasserie Cousin – n° 17 – Belgian Triple (7,5%)

Noch einmal etwas aus der Brasserie Cousin, diesmal die n° 17, ein Belgian Triple. Mommnt mal – ein französisches Bier mit einer englischen Bezeichnung? Das ist ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich der Untertitel unter der Stilbezeichnung: „Il était une fois …“, „Es war einmal …“ Was immer uns die Brauer und Brauerinnen damit sagen wollen … Gebraut ist es jedenfalls mit Koriander und Orangen- und Zitronenschalen.

Im breiten Pokal hat das Bier eine schöne goldene Farbe und ist fast blank (der dicke Hefebodensatz haftet bombenfest am Boden der Flasche). Darüber steht eine dicke und kremige Schaumschicht, wie frisch aufgeschlagener Eischnee. Stabil und ewig haltbar. Ich trinke schon eine Weile, und die Schaumschicht ist immer noch dick und wirkt wie unberührt. Der Duft ist estrig fruchtig, hat aber ganz im Hintergrund eine irritierende, zum Glück aber nur ganz dezente Liebstöckelnote. Der Antrunk ist weich, und während sich auf der Zunge eine feste, etwas adstringierende Bittere breit macht, tänzeln die estrigen Fruchtaromen spielerisch darüber und duften rückwärts aus der Nase heraus. Leider zu spielerisch, denn ehe ich mich versehe, sind sie abgeklungen, und der Charakter des Biers wandelt sich in Richtung Hopfenherbe, Hefebittere und einer leichten phenolischen Note. Nicht schlecht, aber der Charakterwandel kommt plötzlich und überraschend. Nach dem Schluck drängt der phenolische Eindruck immer mehr in den Vordergrund. Ein sehr spannendes Bier.

Campusbrauer – 360° German Pale Ale (5,4%)

Die Brüder Thomas und Tobias Frank brauen seit Spätsommer 2021 unter der Marke Campusbrauer. Pro Brautag produzieren sie lediglich 100 l – insofern ist diese Flasche eine echte Rarität, die gewiss nicht in Oberallgäuer Getränkemärkten erhältlich ist.

Das unfiltrierte Bier ist goldgelb und bei vorsichtigem Einschenken wunderbar klar – die Hefe hat sich fest am Boden der Flasche abgesetzt. Die weiße und feinblasige Schaumkrone ist zurückhaltend, hält sich dann aber tapfer. Der Duft ist nur schwach ausgeprägt. Neben einer ganz leichten metallischen Note identifiziere ich ein paar ebenso schwache ätherische Kräuternoten. Der Antrunk ist leicht pfeffrig-scharf, auf der Zunge spüre ich eine schwache Restsüße, gepaart mit einer dezenten Bittere, die erst nach dem Schluck ein wenig präsenter wird. Retronasal werden die kräuterigen Noten etwas intensiver und lassen mich an Basilikum denken. Schließlich, nach ein paar Minuten, als sich das Bier schon ein wenig erwärmt hat, kommen noch Liebstöckel-Aromen hinzu. Interessant!

Löwen Bräu – Pils (4,8%)

Und noch ein zweites Mal das Löwen Bräu, das auf keinen Fall mit einem Löwenbräu verwechselt werden darf. Dieburg statt München. Jakob Braunwarth statt ABInBev.

Die Farbe ist strohgelb, das Bier blankfiltriert. Der Schaum ist schneeweiß, für ein Pils aber eher mickrig und hält auch nicht sehr lang. Ich schnuppere am Glas und rieche ein paar … malzige Noten. Etwas Biskuit statt der erwartenden Hopfenherbe. Letztere stellt sich zwar auch ein, aber nur im Hintergrund. Der Antrunk ist frisch, und auf der Zunge wird das Bier nun auch ein bisschen pilsiger. Eine feine Herbe macht sich auf der Zunge breit, gleichzeitig steigen retronasal die kräuterigen Hopfenaromen auf, die ich mir vor dem ersten Schluck schon gewünscht hätte. Schön schlank ist es, das Bier, obwohl auch jetzt noch ein paar Biskuitaromen zu spüren sind, die ja eigentlich eher mit dem Malz Hand in Hand gehen. Der Abgang ist sauber, angenehm herb und lässt das Bier sanft und mit Muße ausklingen.

Essener Braumanufaktur – Schichtende (5,6%)

Seit Herbst 2021 gibt es die Essener Braumanufaktur als kommerzielle Marke – vorher haben die beiden Gründer, Denis Fischer und Philip Jacobs, sich als Hausbrauer vergnügt. Sie lassen ihr Bier in einer mittelständischen Brauerei brauen, die für solche Projekte freie Kapazitäten hat. Das Schichtende ist das erste auf dem Markt erhältliche Bier.

Das Bier ist goldgelb und gleichmäßig trüb. Es scheint hoch gespundet zu sein; endlose Ketten von Kohlensäureperlen nähren einen lange haltbaren, weißen und festen Schaum. Der Geruch ist säuerlich; hinter der Säure verbirgt sich ein Hauch kräuteriger Hopfenaromen. Der Antrunk ist nicht so spritzig, wie erwartet, und weist eine leichte Säure auf, die auf der Zunge deutlicher wird. Retronasal entwickeln sich dabei erneut ein paar ganz dezente Hopfenaromen, aber auch ein paar hefige Noten, wie sie üblicherweise einem Jungbier im Gärbottich entströmen. Der Abgang ist dann weich, zeigt kaum Herbe, aber vermag auch nicht ganz von der Säure abzulenken. Obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum noch vier Monate in der Zukunft liegt und die Flasche bei mir durchgängig gekühlt gelagert war, scheint das Bier schon einen leichten Stich abbekommen zu haben.

Hopfenstopfer – Citra Ale – Single Hop Craft Beer (5,1%)

Hopfenstopfer? Geht immer. Thomas Wachno, der unter dieser Marke beim Häffner Bräu in Bad Rappenau ganz hervorragende Biere produziert, gilt in seiner Bescheidenheit fast schon als skurril. Keine werbewirksamen oder marktschreierischen Auftritte, keine quietschbunten Instagrambilder, kein Glitzerbier, keine Mordsshow. Stattdessen sprechen seine Biere für sich. Trotz der von manchen als hoffnungslos altmodisch belächelten Etiketten, an deren Design er gnadenlos und trotz aller Kritik festhält. Fast, jedenfalls, denn 2021 kam ein kleines Symbol, eine 10 im Lorbeerkranz, hinzu, das auf zehn Jahre Hopfenstopfer – 2011 bis 2021 – hinweist.

Heute also das Citra Ale – ein Bier, das den Hopfenstopfer von Beginn an begleitet und das ich am 7. Mai 2011 zum ersten Mal getrunken habe. Kräftig dunkelgelb ist es und bei vorsichtigem Einschenken fast ganz blank. Der Schaum ist schön weiß und stabil, und der Duft ist geprägt vom reichlich verwendeten Citra-Hopfen: Zitronige und limonige Aromen vor einem ganz leicht harzigen Hintergrund. Der Antrunk ist recht weich, ich hätte fast eine stärkere Spundung erwartet, bin aber sehr zufrieden. Auf der Zunge spüre ich dann eine solide, aber nicht übermäßig fordernde Herbe und einen Hauch malziger Restsüße, während retronasal schon wieder die Hopfenaromen emporsteigen, diesmal mit etwas stärker betonten harzigen Komponenten. Ein bisschen frischen Kuchenteig glaube ich noch identifizieren zu können – das Malz mag sich also nicht ganz hinter dem Hopfen verstecken. Der Schluck ist sehr sauber, die Bittere fein und samtig – gerade kräftig genug, um für einen Moment innehalten zu lassen und an den nächsten Schluck denken zu wollen.

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