Beer meets Rum
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Hannover (DEU)

Lassen wir doch einfach mal einen der Gäste zu Wort kommen: „Also, nicht alles hat mir geschmeckt, aber die Pairings waren klasse – die haben total harmoniert!“ Und mit einem Augenzwinkern könnte man es jetzt bei diesem Statement belassen und behaupten, damit sei alles gesagt …

„Beer meets Rum“, lautete das Motto der heutigen Verkostung, und gemeinsam haben Marco Prelle von Rum Tasting Hannover und Volker R. Quante, der Wunstorfer Bierliterat, in den letzten Monaten vier verschiedene Pairings zusammengestellt, die die ganze Bandbreite der Destillier- und Braukunst aufzeigen sollten. Offensichtlich stieß das auf Interesse, den die Veranstaltung war ausverkauft.

die beiden Gastgeber Volker & Marco

Den Auftakt machte aber erst einmal ein „ganz normales“ Zischbier. Zur Begrüßung bekam jeder Gast eine ganze Flasche des 4,7%igen Beverly Pils der Hannoveraner Mashsee Brauerei – ein fruchtig-aromatisch gehopftes Pilsener, das nicht nur den Durst stillen und die Trockenzeit während der Einleitung und Vorstellung der beiden Sommeliers überbrücken helfen, sondern mit seiner feinen Sensorik auch auf die Aromaeindrücke der folgenden drei Stunden einstimmen sollte.

Und dann ging es auch schon Schlag auf Schlag.

Pairing Nummer 1:

  • El Dorado 15 Jahre Rum (40,0%)
  • Innis & Gunn – Caribbean Rum Cask – Scottish Red Beer (6,8%)

Ein klassischer Demerara-Rum aus Guyana trifft auf ein schottisches Red Ale, das mehrere Monate lang in einem ebensolchen Fass ausgebaut worden ist – holzige, vanillige, melasse-artige Aromen auf beiden Seiten.

Pairing Nummer 2:

  • Old Monk Supreme XXX Very Old Rum (42,8%)
  • Amager Bryghus – Cardamom for Christmas – Imperial Winter Porter (8,5%)

Verwunderte Blicke auf die Bierdose: Ein dänisches Weihnachtsbier? Jetzt schon? Nein, nicht „schon“, sondern „noch“. Ein Weihnachtsbier aus dem Jahr 2025, kühl und dunkel gelagert, sanft nachgereift. Seine würzigen Kardamom-Aromen und der runde, malzige Körper mit seinen Kakaonoten perfekt passend zu den ebenfalls würzigen, karamelligen und süßen, teils an Schokolade erinnernden Aromen des Old Monk – der ebenso für verwunderte Blicke sorgt, ist die Form seiner Flasche doch tatsächlich der Silhouette eines Mönchs nachempfunden.

Pairing Nummer 3:

  • Companero Ron Panama Extra Anejo (54,0%)
  • Sibeeria – Coffee IPA (6,1%)

Mokka als Leitthema, das diesen Rum und dieses Bier verbindet. Zarte Aromen von Kakao, dunkler Schokolade und Gewürzen auf Seiten des Rums, die sich trotz der gewaltigen 54 Prozent Alkohol durchsetzen können, und eine große Überraschung auf Seiten des Biers, denn das Coffee IPA der kleinen tschechischen Brauerei Sibeeria kommt nicht, wie unbewusst erwartet, dunkelbraun oder fast schwarz ins Glas geflossen, sondern golden leuchtend. Der kalte Kaffeeauszug gibt dem Bier zwar ein sehr angenehmes Mokka-Aroma, aber keine Farbe!

Pairing Nummer 4:

  • Plantation (Planteray) Rum Single Cask Guatemala XO 2019 mit Amburana Cask Finish (50,0%)
  • Põhjala – Kaja – BA Imperial Porter [Amburana] (13,5%)

Mit dem letzten Pairing wird es wuchtig. Das Holz des brasilianischen Amburana-Baums verleiht sowohl dem Rum als auch dem Bier intensive Aromen – Marzipan, Karamell, Toffee, Vanille, Tonkabohne. Seitens des Rums ist die Basis für diese Aromen eine leichtfüßige alkoholische Schärfe, seitens des Biers eine fast schon klebrige, dickflüssige Malzsüße. Statt milder Harmonie in diesem Fall also ein Spannungsbogen, der von der Amburana-Sensorik überbrückt wird.

Vier Paarungen, vier spannende Genusserlebnisse.

Vier Paarungen, vier spannende Genusserlebnisse. Hitzige Diskussionen, welche Paarung denn nun die beste war. Spannende Gespräche und gegen Ende fast schon emotionaler Austausch darüber, wie weit Spirituosen und Biere in ihrer Exotik gehen dürfen oder sogar gehen sollen.

Konsens aber in einer Feststellung: Die Paarungen waren gelungen und haben die Augen geöffnet, was Rum- und Biergenuss heißen kann, wenn man sich von den klassischen Supermarktprodukten löst und bereit ist, auf eine sensorische Abenteuerreise zu gehen.

Wer nach dieser Schilderung jetzt auf den Geschmack gekommen ist und bedauert, nicht dabei gewesen zu sein: Wir werden das im kommenden Jahr erneut anbieten. Bleibt einfach dran auf den Websites von Rum Tasting Hannover und vom Brunnenbräu. Oder auf dem WhatsApp-Kanal vom Brunnenbräu.

Und für eine geschlossene Gruppe, die das gerne mal exklusiv für sich buchen möchte (Familie, Firma, Verein, Freundeskreis …): Meldet Euch bei uns, und wir arrangieren Euch ein maßgeschneidertes Programm. Hier sind unsere eMail-Adressen:

RumTastingHannover@gmx.de

cbo@brunnenbraeu.de

Bis bald, also. Oder?

Bildergalerie

„Beer meets Rum“
Rum Tasting Hannover
Wolfenbütteler Straße 7
30 519 Hannover
Niedersachsen
Deutschland

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