Waldbierverkostung
Münchingen (DEU)

Eine Neuauflage.

Etwas über zwei Jahre ist es her, dass wir die grandiose Waldbierverkostung bei Frank, dem Sommelier, meinem lieben Freund Frank Di Marco, genossen haben – allerhöchste Zeit für eine Neuauflage, oder?

Heute, am 30. Mai 2026, treffen wir uns im etwas erweiterten Kreis – neben Frank, Claudia, Britta, Nils und mir sind auch Franks und Claudias Töchter und der Schwiegersohn mit dabei. Acht Personen, elf Waldbiere, ein Zischbier gegen den Durst vorneweg und … fantastisches Wetter. Schon sommerlich warm, so dass wir vom späten Nachmittag bis um Mitternacht draußen auf der Terrasse sitzen und dem Genuss frönen können.

Was wir uns bei der heutigen Neuauflage ersparen können (und was ich auch konsequenterweise meinen Lesern ersparen kann, da es hier ja schon ausführlich schriftlich festgehalten ist), ist die Geschichte des Waldbiers und die Idee, die Philosophie dahinter – all das findet sich ja bereits in meinem Blog-Beitrag vom letzten Mal.

ein spannendes Line-up wartet auf uns

Stattdessen kann ich mich auf die Liste der heute verkosteten Biere fokussieren. Den Auftakt machte ein Sommerbier:

  • Lammbrauerei Hilsenbeck – Gruibinger – Sommerbier (4,9%)

Und dann folgten die elf Waldbiere:

  • Wald der Zukunft – Douglasie, Buche, Lärche, Eiche, Tanne [2025] (6,8%)
  • Steyrtaler Schluchtwald – Alpen-Johannisbeere / Linde [2024] (6,6%)
  • Ausseer Mischwald – Vogelbeere / Tanne [2023] (6,5%)
  • Wachauer Auwald – Mädesüss / Silberweide [2022] (6,0%)
  • Tiroler Bergwald – Zirbe / Schwarzbeere [2021] (5,9%)
  • Waldbier Eiche – Jubiläumsedition Barrique [2020] (6,2%)
  • Waldbier Elsbeere – Fruchtiges Rotbier [2019] (6,0%)
  • Waldbier Holzbirne – Holzgereiftes Ale [2018] (6,7%)
  • Waldbier 2016: Wacholder [2016] (7,2%)
  • Waldbier 2014: Schwarzkiefer [2014] (8,7%)
  • Waldbier (S)our Edition waldgereift [2018] (7,0%)

Wie beeindruckend das ist, beschreibt Britta in ihrem Instagram-Feed geradezu perfekt: „Besonders schön (ist) dabei die Atmosphäre: eine Runde voller Neugier, Fachsimpelei und dieser schönen Momente, in denen nach einem Schluck erstmal alle schweigen, weil jeder versucht zu verstehen, was da gerade im Glas passiert ist.“

Wunderschön hat sie das formuliert!

auch ohne Kartons macht die Reihe der Flaschen was her

Begeistert schauen wir also auf die lange Reihe der schön gestalteten und mit viel, viel Bierphilosophie beschrifteten Flaschenkartons und könnten uns jetzt hochzufrieden zurücklehnen. Aber irgendwie wollen wir es dabei noch nicht bewenden lassen, und so kramt Frank noch ein paar Flaschen gut durchtrinkbares und trotzdem feines Bier hervor:

  • BernardiBräu – Bernis Meistersud – Helles Vollbier (4,8%)
  • BernardiBräu – Dörfler – Helles Vollbier (4,9%)

So hätte es noch mit ein paar weiteren feinen Bieren aus dem Allgäu weitergehen können, aber es läuft uns die Zeit weg. Nur für ein einziges Bier reicht sie noch, und das soll ein ganz besonderes sein. Insofern wenden wir uns zu guter Letzt noch einem Mitbringsel aus Nils‘ Rucksack zu, einer fast zwanzig Jahre alten Spezialität:

  • O’Hanlon’s Brewery – Thomas Hardy’s Ale [2007] (11,7%)

Die Uhr schlägt Mitternacht. Es ist Zeit, zu gehen. Egal, wie schön es noch ist, egal, was für Schätzchen vielleicht irgendwo noch im Bierkeller vergraben sind. Es war des Genusses mehr als genug – allerhöchstes Niveau der Biere, des von Claudia und ihrer Familie zubereiteten Essens und der Freundschaft mit ihren wunderbaren Gesprächen und der Fachsimpelei.

Frank, Claudia, Ihr wart erneut fantastische Gastgeber. Danke für diesen eindrucksvollen und wunderbaren Bierabend!

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