Klosterbräu Bamberg
Bamberg (DEU)

Nachtrag 19. Oktober 2025: Zwischendurch hatte es mal gar nicht gut ausgesehen für die älteste noch betriebene Braustätte der Stadt Bamberg. Als die Meldungen über einen Verkauf aus Gesundheits- und Altersgründen 2016 durch die Presse gingen, waren die Gerüchte einer Schließung schnell in der Welt.

Aber die Sache ging noch einmal gut aus. Käufer war die Familie Wörner, der in Bamberg auch die große Kaiserdom Privatbrauerei gehört, die ob ihrer Größe von den Einheimischen manchmal ein wenig argwöhnisch betrachtet wird. Die Wörners haben direkt nach der Übernahme verlauten lassen, die Klosterbräu weiter betreiben und sie sogar zu alter Größe zurückführen zu wollen.

der sämige, vollmundige und dennoch durchtrinkbare Bock

Heute können wir uns mit einer größeren Gruppe, den Teilnehmern des Doemens-Biersommelierlehrgangs, davon überzeugen, dass dies gelungen ist. Atmosphäre und Gemütlichkeit, Service und Freundlichkeit, Bier und Essen – an nichts, aber auch gar nichts gab es heute irgendetwas auszusetzen. Das Schäuferla gewaltig, zart und kross, mit einer sämigen Biersoße, in der sich der saftige Kartoffelkloß schon von selbst ertränken wollte. Das Schwarzbier röstaromatisch und schlank. Der Bock sämig, vollmundig und trotzdem enorm durchtrinkbar. Das Rauchbier tiefschwarz, vollmundig und mit einem blitzsauberen Rauch gesegnet, der den Genuss des Schäuferlas perfekt macht.

Der Himmel auf Erden kann nicht sehr weit weg sein – eine erste Ahnung genießen wir heute schon!

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Klosterbräu Bamberg

Nachtrag 25. September 2009: Heute hatten wir die Gelegenheit, an einer Brauereiführung teilzunehmen. Wir bestaunten die teilweise recht alten Gerätschaften und waren zum wiederholten Male bestätigt in unserer Überzeugung, dass hier in Franken das Bier um so besser schmeckt, je älter das Sudhaus und die genutzte Technik ist.

das schöne, alte Sudwerk

Eine Theorie, über die wir in den warmen Septembersonne auf der wunderschönen Klosterbräu-Terrasse direkt am Fluss noch ein wenig nachdenken konnten …

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Klosterbräu Bamberg

Tja, irgendwie ist es ja schon schwierig, für die Qualität des Bieres, die Quantität der Speisen, die Freundlichkeit des Personals und für das Preisniveau immer wieder neue Superlative zu finden – aber wie soll ich es anders ausdrücken? Unser Besuch im Klosterbräu Bamberg am 12. Dezember 2008 war nun einmal rundum wunderschön und gelungen. Und in allen vier genannten Kategorien eigentlich nicht zu übertreffen.

Wir betraten die alte, sehr gepflegte und urgemütliche Gaststube pünktlich um 11:30 Uhr, als die Küche aufmachte, und wir blieben hier – warum auch immer – für über eine Stunde die einzigen Gäste. Der freundliche ältere Herr, der uns bediente, brachte uns in Windeseile einen herrlich süffigen Bock und eine riesige, butterzarte Schweinshaxe mit einer wunderbaren, knusprigen Kruste. Wir machten es uns auf einem Sofa direkt am Kachelofen gemütlich und genossen das Essen. Als wir nach der Haxe bei nur einem weiteren Bier, nämlich einem frisch-röstigen „Schwärzla“ (mehr erlaubte unsere weitere Tagesplanung leider nicht …), unsere Zeitung auspackten und uns „häuslich einrichteten“, ermunterte uns der Wirt noch, ruhig da zu bleiben, auch wenn wir nichts mehr verzehren würden – „Ich werd’ Euch schon nicht rauswerfen!“

entspannte Mittagspause

Und so verbrachten wir eine wunderbare Mittagszeit, bei herrlichem Bier in behaglicher Atmosphäre, wie wir es schon lange nicht mehr genießen konnten.

Und waren uns einig, dass wir bei unserem nächsten Bamberg-Besuch die schon obligatorische Brauerei-Tour definitiv hier beginnen werden!

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Klosterbräu Bamberg
Obere Mühlbrücke 1-3
96 049 Bamberg
Bayern
Deutschland

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